TL;DR: Der Kaufpool ist ein Stapel von Coins, der im Hintergrund aus deinen Transaktionen gebildet wird. Käufe, Einkommen, Geschenke und Mining füllen den Pool, Verkäufe, Spenden und Ausgaben reduzieren ihn und lösen eine Kapitalertragsberechnung aus. Ein- und Auszahlungen sind reine interne Bewegungen ohne Auswirkung auf Gewinn oder Steuern - die Kostenbasis (Kaufpreis/-datum) der ursprünglichen Coins wird bei einem Transfer einfach mit übertragen. Die Reihenfolge, in der Coins aus dem Pool entnommen werden, hängt von der gewählten Berechnungsmethode ab (FIFO, LIFO usw.).
Wie wird der Kaufpool befüllt und reduziert?
Hinzugefügt werden Coins aus Trades, Einkommen, Geschenken und Mining mit deren entsprechenden Asset-Werten des Tages. Abgezogen werden Verkäufe, Spenden und Ausgaben - sie alle lösen eine Kapitalertragsberechnung aus.
Die Sequenz, mit der die Coins aus dem Pool herausgenommen werden, basiert auf der gewählten Methode (FIFO, LIFO usw.).
Der Kaufpool basiert auf Transaktionen, die du einträgst. Käufe oder Einnahmen füllen den Pool und Verkäufe oder Ausgaben reduzieren den Pool.
Wie wirken sich Ein- und Auszahlungen auf den Kaufpool aus?
Der kritische Punkt ist, dass Einzahlungen kein Hinzufügen und Auszahlungen keine Reduzierung des Pools auslösen - sie sind "interne Bewegungen" im eigenen Pool ohne Auswirkungen auf Gewinn oder Steuern.
Wichtig dabei: Bei einer Einzahlung (Deposit) wird die Kostenbasis des ursprünglichen Kaufs durch den Transfer einfach mit übernommen. Das heißt, der Coin "erinnert" sich weiterhin an seinen ursprünglichen Kaufpreis und sein Kaufdatum, unabhängig davon, auf welcher Börse oder in welcher Wallet er sich gerade befindet.
Wenn du keine Depottrennung verwendest, gibt es ohnehin nur einen einzigen Pool pro Coin für den gesamten Account. In diesem Fall wird die Kostenbasis erst zum Zeitpunkt des tatsächlichen Verkaufs relevant bzw. sichtbar - dann greift die gewählte Methode (z. B. FIFO), um zu bestimmen, welcher "Layer" aus dem Pool verkauft wird.
Was ist ein "Geister Coin"?
Wenn du nur eine Einzahlung eines Coins einträgst, ist dieser Coin ein "Geister Coin" ohne Wert. Er wird in der Summe auf deinem Dashboard angezeigt, aber nicht mit in den Pool für Steuerberechnungen einbezogen. Wenn du diesen Coin verkaufst, resultiert eine Warnung z. B. im Steuerbericht oder auf der Gewinne-Seite.
Wie funktioniert der Kaufpool mit Depottrennung?
Wenn du die Depottrennung verwendest (Depottrennung), werden die Pools logisch pro Börse "gebaut". Ohne den Depottrennungsfilter in den Berichten gibt es nur einen Pool pro Coin für den gesamten Account.
Wie kann ich die Kostenbasis von transferierten Coins über mehrere Börsen nachvollziehen?
Wenn du mit Depottrennung arbeitest und Coins zwischen Börsen bzw. Wallets transferierst, kannst du den Transaction Flow Report nutzen, um nachzuvollziehen, wie sich die Kostenbasis eines Coins durch die einzelnen Transfers hindurch fortsetzt. Dieser Bericht zeigt dir den Weg der Coins vom ursprünglichen Kauf über etwaige Ein- und Auszahlungen bis zum finalen Verkauf und hilft dabei, Kaufpool-Warnungen oder unklare Zuordnungen der Kostenbasis pro Börse zu prüfen.
Beispiel: Kaufpool bei Käufen und Verkäufen
Wenn du also 0,1 BTC und später nochmals 0,1 BTC kaufst, führt dies zu einem Pool ("Stapel") von 0,2 BTC und wenn du später 0,05 BTC verkaufst, hast du einen übrigen Pool von 0,15 BTC. Wenn du die beiden Käufe zuvor nicht eintragen würdest, sondern nur den Verkauf, würdest du eine Kaufpool-Warnung über alle Berichte sehen. Um zu prüfen, wo etwas fehlt, nutze bitte die Berichte, die hier beschrieben sind: Wie überprüfe ich meinen Account?
Warum ist die Transaktionsanzahl auf der Steuerberichtsseite ggf. unterschiedlich zum Steuerbericht selbst?
Oben auf der Steuerberichtsseite sind die realen Transaktionen für das jeweilige Steuerjahr gezählt (Bild 4422 Transaktionen).
Im Kapitalertragsbericht als Teil des Steuerberichts selbst wird für jede Kaufpool-Konsumierung aufgrund einer realen Transaktion diese ggf. in mehrere aufgeteilt, wenn z. B. ein Teil davon "short" und ein anderer Teil "long" ist. Dadurch können mehrere Transaktionen im Kapitalertragsbericht aufgelistet sein, die du dir genau im detaillierten Steuerbericht anschauen kannst. Deshalb sind hier i. d. R. mehr Transaktionen von der Anzahl her aufgelistet (Bild 7272 Transaktionen).
Eine Abweichung kann auch durch die Gruppierung pro Tag entstehen. Relevant für die Lizenzberechnung sind natürlich nur die realen Transaktionen.


Weiterführende Informationen
Weiterführende Informationen bzgl. der Warnungen findest du in diesen Artikeln:
"Es gibt keinen geeigneten Kauf für diesen Verkauf (alle Einkaufspools verbraucht)"